Hilfe für Jugendliche


Stimmerkrankungen

Stimmerkrankungen können sowohl bei Erwachsenen als auch Kindern auftreten. Dabei kann es u.A. zu Störungen der Stimmqualität (Heiserkeit), der Lautstärke, der Tonhöhe und des Stimmumfangs kommen. In manchen Fällen kann es passieren, dass die Stimme komplett wegfällt (Aphonie).

Eine Stimmstörung zieht immer eine Beeinträchtigung der Kommunikation mit sich, die sich sowohl auf das soziale Umfeld als auch auf die Ausübung des Berufs auswirken kann. Schmerzen und Sprechanstrengungen sind weitere Konsequenzen.

Ursachen einer Stimmstörung können beispielsweise Stimmmissbrauch, psychische Erkrankungen oder eine organische Schädigung in Folge einer Operation (Stimmlippenlähmung) sein.

Stottern / Poltern

Stottern gehört zu den Redeflussstörung, die durch unterschiedliche Faktoren bedingt werden können. Stottern kann sich durch ungewollte Unterbrechungen des Redeflusses in Form von Wiederholungen (To – to – to -Tomate), Dehnungen (Toooomate) oder gar durch Blockaden (T – Verharren in der Artikulationsstellung - Tomaten) äußern.

Eine weitere Redeflussstörung ist das Poltern. Es definiert sich vor allem durch sehr schnelles und undeutliches Sprechen.

LRS / Legasthenie

Unter einer LRS versteht man eine Lese-Rechtschreibschwäche. Eine andere Bezeichnung ist auch Legasthenie. Im Bereich des Lesens kann es zu gravierenden Lesefehlern sowie zu einem verzögerten Lesetempo kommen. In der Rechtschreibung treten übermäßige Fehler auf, die nicht mehr alters- bzw. klassenstufengemäß sind.

Eine LRS löst bei dem Betroffenen häufig emotionale Probleme und eine geringes Selbstwertgefühl aus. Aufmerksamkeitsschwierigkeiten sowie Hyperaktivität (tritt bei 30% der betroffenen Kinder auf) erschweren den Lernprozess zusätzlich, sind aber nicht ursächlich. Daher sollte eine Lese-Rechtschreib-Störung so früh wie möglich erkannt und behandelt werden. Risikofaktoren auf LRS lassen sich bereits im Vorschulalter ermitteln, eine standardisierte Diagnostik ist ab Ende der ersten Klasse möglich.

Die Rechtschreibfähigkeiten können schon im Vorschulalter und Verlauf der ersten Klasse überprüft werden.

Dyskalkulie

Eine Dyskalkulie bezeichnet eine Rechenschwäche/-störung, die nicht auf eine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung zurückzuführen ist. Dabei sind die Rechenfertigkeiten stark beeinträchtigt. Die Betroffenen verwenden kaum Rechenstrategien, wodurch sie beim Bearbeiten von Aufgaben sehr langsam und fehleranfällig arbeiten. Im Umgang mit Zahlen am Zahlenstrahl (Wo liegt die 47?) oder mit Maßeinheiten (Wie viel m sind 153 cm?) treten beispielsweise Probleme auf.

Welche Schritte kann ich einleiten, damit mein Kind eine Förderung erhält?

Um eine Förderung im Bereich Dyslexie oder Dyskalkulie durch das Jugendamt zu erhalten, müssen Sie sich zunächst an die dafür zuständigen Sachbearbeiter richten und einen Antrag auf Eingliederungshilfe stellen.

Hier werden Sie zusätzlich beraten und über den weiteren Verlauf informiert. Nach Antragstellung wird ein Bogen an die Schule Ihres Kindes versandt, der Aufschluss über die Schulsituation geben soll.

Hier finden Sie eine übersichtliche Checkliste der Schritte zu Antragstellung.